Warum ich als Ex-AfD-Wählerin & Christin das Christentum gefährlicher finde als den Islam
Ich war 11 Jahre lang Teil einer fundamentalistischen Freikirche und habe in dieser Zeit aus religiösen Gründen AfD gewählt.
Deswegen weiß ich aus eigener Erfahrung, dass radikale Religion zu einer politischen Gefahr werden kann und warum Kritik am Christentum derzeit so wichtig ist.
1.) Es geht nicht um Religion
Es geht nicht um den christlichen oder muslimischen Glauben an sich.
Es geht um Macht.
Es geht darum, welche Religion in unserer Gesellschaft am meisten Einfluss hat und wie sie diesen einsetzt.
2.) Die Machtposition des Christentums
Das Christentum ist die mächtigste Religion Deutschlands, weil sie am dominantesten, etabliertesten und einflussreichsten ist.
Damit verbunden sind:
- institutioneller Zugang zu Politik, Bildung und Öffentlichkeit
- gesellschaftliche Normalität
- ein Vertrauensvorschuss, den andere Religionen wie der Islam, weil er nicht als „heimisch“ und „normal“ empfunden wird, nicht genießen
3.) Der Islam hat diese Macht nicht
Der Islam wird anders behandelt und hat deshalb eine weniger privilegierte Stellung.
Der Islam wird hierzulande häufig durch antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit stark unter Druck gesetzt.
Er hätte in Deutschland nie die gleichen gesellschaftlichen Chancen gehabt wie das Christentum – und hat deshalb keine vergleichbaren strukturellen Einflussmöglichkeiten.
4.) Wann Religion gefährlich wird
Wann wird Religion zur Gefahr für Demokratie und Gesellschaft?
Dort, wo sie …
- … Mehrheitsreligion ist
- … gesellschaftlich normalisiert wird
- … nah an politischer Macht steht
Fazit
In Deutschland trifft das auf das Christentum zu – nicht auf den Islam. Deshalb steht das Christentum zu Recht im Fokus der Kritik.
Nicht weil es schlechter wäre als andere Religionen. Sondern weil es hier und jetzt die strukturelle Macht hat, eine demokratische Gesellschaft zu gefährden.





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