Ich lese als Christin seit 2 Jahren keine Bibel mehr – das hat sich verändert
Lest ihr (noch) in der Bibel? :)
Hier lest ihr, was sich bei mir in den letzten zwei Jahren ohne Bibellesen verändert hat (Spoiler: Mir geht’s besser denn je, hehe).
1. Ich empfinde keinen Leistungsdruck mehr
In meinem früheren, fundamentalistischen Glauben habe ich die Bibel meist als Ratgeber für mein Leben und zur Selbstoptimierung gelesen. Ich musste immer noch besser, noch heiliger, noch christlicher werden.
Heute weiß ich, dass ich gut bin wie ich bin und nichts verändern muss, was mir nicht selbst dient bzw. mir nicht gut tut. :)
2. Ich habe viel mehr Freude an meinen Hobbys
Wenn ich früher als fundamentalistische Christin mal nicht Bibel gelesen habe (oder irgendwas anderes „Heiliges“ – wie die Freikirche zu besuchen – getan habe), hatte ich immer ein schlechtes Gewissen. Ich konnte meine Hobbys nie wirklich genießen, weil ich ja auch was „Besseres“ tun könnte.
Heute machen mir meine Hobbys wieder richtig Spaß – ohne schlechtes Gewissen aus religiösen Gründen. :)
3. Ich bin meine irrationalen Ängste los
Biblische Erzählungen haben früher nicht nur Druck in mir ausgelöst, sondern auch Ängste geschürt: Angst, dass ich nicht genug missioniere. Angst, dass meine Familie in die Hölle kommt. Angst, dass Gott mich für meine Sünden und mein Sein bestraft.
Jetzt habe ich nur noch Angst vorm Finanzamt und der AfD. :)
4. Ich bin keine Frauenhasserin mehr
Viele biblische Texte haben meine feindliche Haltung gegenüber Frauen massiv verstärkt. Frauen dürfen nicht predigen, Frauen sollen sich Männern unterordnen, Frauen sollen häuslich sein und Kinder kriegen. Wer sich gegen diese Haltung weigerte, hatte meines damaligen Erachtens nach einfach noch nicht „die Wahrheit“ erkannt.
Heute bin ich überzeugte, intersektionale, laute und wütende Feministin. :)
5. Ich bin sensibler für die Welt geworden
Die Bibel war für mich als christliche Fundamentalistin ein wichtiger Eskapismus-Faktor. Sie hat mich ignorant gemacht gegenüber den Lebensrealitäten nicht-religiöser, diskriminierter Menschen sowie den Problemen der realen Welt, die nicht meiner religiösen Parallelwelt entsprachen.
Jetzt erkenne ich Probleme dieser Welt an und übernehme innerhalb meiner Möglichkeiten Verantwortung dafür. :)
Was hat sich bei dir verändert, seitdem du die Bibel nicht mehr (aus der fundamentalistischen Perspektive) liest?









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